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Camping

 
 

Campingreisen

In den 1950er Jahren begann die erste Revolte Deutscher, die endlich reisen wollte. Wo sollte man hingehen und mit welcher Ausrüstung?

Campingwagen waren zu teuer, die Nachkriegszeit hatte für solche Ausgaben kein Budget übrig. Man nahm sich die Isetta oder den Käfer, packte - oder besser: presste - die ganze Familie rein und fuhr los.

Doch wohin? Man wollte in den Süden, beliebtestes Reiseziel war Italien. Für Sardininen oder Ischia reichte das Geld und der sinnbildliche Horizont nicht. Man ging nach Garda am Gardasee, besser betuchte zum Comer See.

Im Gepäck: Campingkocher, Zelt und ganz wichtig: Deutscher Kaffee! So konnte man in den ersten Jahren feststellen, dass sie die norditalienischen Touristenziele mehr und mehr verdeutschten. Es gab deutsche Kellnerinnen und Kellner, deutsche Spezialitäten und heißgebrühten, deutschen Filterkaffee. Sollte etwas schief gehen empfiehlt es sich mit einer Arztsuche die Ärzte im Umkreis vorher zu notieren.

Mitte der 1960er Jahre und ab der Hochsaison der 1970er Jahre boomten Campingwagen und Wohnwagen. Solide Zusammensetzungen mit dem Allernötigsten wurden durch hochelektronische, hochmoderne, fahrbare Einfamilienhäuser mit Platz bis zu 8 Betten, Küche, Bad, Esszimmer ersetzt.

Man hat nicht mit Schmuck, Uhren, Kleidung angegeben, sondern auf dem Campingplätzen Europas mit dem eigenen Wohnwagen.

Heutzutage ist man weit entfernt von Campingurlaub am Gardasee. Man möchte mehr sehen. Man reist zu den Fjörden, nach Schweden, Alaska, Grönland. Übersee mit Wohnwagen - alltäglich für die echten Camper.

Die Angebote sprengen jeden Rahmen mit Angeboten für Weltreisen mit dem eigenen Wohnwagen, Nord- oder Südamerika quer Beet mit dem Wohnwagen. Wie wird es wohl in der Zukunft aussehen?

Tags: Campingreisen; mitmachen

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